17. Juli 2026 · Franz Huemer

Der Lipno-Stausee: Entstehung, Eckdaten und die wichtigsten Fische

Bevor es demnächst selbst an den Lipno geht, ein paar Hintergründe zu dem Gewässer, das für mich mittlerweile fast schon zur zweiten Angel-Heimat geworden ist.

Wie der Lipno entstanden ist

Der Lipno-Stausee liegt im Süden Böhmens, nahe der Grenze zu Österreich und Bayern, und staut die Moldau (Vltava) auf. Gebaut wurde die Talsperre zwischen 1952 und 1959 — vor allem zur Stromgewinnung, aber auch zum Hochwasserschutz entlang der Moldau. Mit der Fertigstellung des Damms füllte sich das breite Talbecken der Moldau, in dem zuvor größtenteils unerschlossenes Moorland lag, und es entstand der heutige See.

Die Eckdaten

  • Fläche: rund 46,5 km² — damit der größte See Tschechiens
  • Länge: etwa 42 km, an der breitesten Stelle bei Černá v Pošumaví bis zu 5 km breit
  • Tiefe: im Schnitt 6,5 m, maximal etwa 21 m
  • Damm: 296 m lang, 25 m hoch

Diese Kombination aus Länge und wechselnder Tiefe ist auch der Grund, warum der Lipno als Angelgewässer so interessant ist: Es gibt unzählige Kanten, Rinnen und Flachwasserzonen auf engem Raum.

Die wichtigsten Fische

An der Spitze der Fangstatistik steht klar der Zander — mit großem Abstand vor allen anderen Raubfischen. Genau deshalb ist er auch mein Zielfisch für die kommende Tour.

Der Hecht ist ebenfalls gut vertreten, teilweise in beeindruckenden Größen — der bislang größte dokumentierte Fang liegt bei über 25 kg. Dazu kommt der Barsch, der praktisch überall im See zu finden ist und für spontane Bisse zwischendurch sorgt.

Bei den Friedfischen dominiert der Karpfen die Statistik, nicht zuletzt weil er in Tschechien traditionell einer der beliebtesten Fische überhaupt ist.

Genug Hintergrundwissen für den Moment — der nächste Beitrag wird dann zeigen, wie sich das alles in der Praxis geschlagen hat.